Hotel Radio

Performance, 2002

Hotel Radio is presented as quasi-“talk radio”.  Sequences vary from Quiz shows to Phone-Ins, on topics ranging from garbage to duck hunting.  Fast switching between segments, technical confusion, interruptions, and silence create extreme changes in the atmosphere of the piece.  Hotel Radio observes a single person in a game with different communication and information systems, and documents the loneliness which lies beneath.

“At night, voices are soft and bodies are gray. We’re listening to the radio. Somebody is out there, talking in the darkness. How can we be sure it’s a real person?  The fact is, we can’t. Nevertheless, director Frauke Havemann does allow us to glimpse pieces of her performer Neal Wach: a mouth, a section of nose, one side of a pair of glasses, a microphone. And, he’s allowed to switch a little red lamp on and off–enter, exit. He sits slightly turned away from the audience, his partial face appearing as a red-lit body fragment on a video screen, an electronic image of a precarious reality.  He talks about the weather, trash problems and duck hunting.
(…) The telephone conversations, the quiz questions, the interviews–all fakes. Frauke Havemann, who has long shown her interdisciplinary projects at the Theater am Halleschen Ufer, is interested in the dialogue between virtual and lived realities. In collaboration with Wach, she has created a highly interesting installation, both aesthetically and dramatically, which reflects reality as multiplicitous and only partially perceivable.”  (Regine Bruckmann / taz Berlin)

“(…) it all make sense. The characters are the figments of a troubled brain, one which has been robbed of its unity and integrity and has shattered into a decentralized network of communication.”  (Tom Mustroph / Neues Deutschland)

Performer: Neal Wach
Director, Video and Text Montage:  Frauke Havemann
Video, Live Edit: Eric Schefter

Co-production with Theater am Halleschen Ufer, Berlin

Hotel Radio
Performance, englisch, 2002

Hotel Radio ist ein Spiel mit der Form des so genannten „talk radio“ und ein Dialog von Live-Performance und live eingespieltem Videomaterial. Es geht um Banalitäten und kleine Katastrophen, um Müllprobleme, Entenjagd. Hotel Radio betrachtet eine einzelne Person im Spiel mit verschiedenen Kommunikations- und Informationssystemen und dokumentiert die Einsamkeit dahinter.

„Nachts sind die Stimmen sanft und die Körper grau. Wir hören Radio und da quatscht einer im Dunkeln. Wie können wir sicher sein, dass er wirklich existiert? Die Sache ist so: Wir können es nicht. Regisseurin Frauke Havemann gibt ihrem Performer Neal Wach immerhin einen Mund, ein Stück Nase, eine halbe Brille und ein Mikrofon. Er darf eine kleine rote Lampe immer wieder an- und ausschalten. Auftritt, Abtritt. Er sitzt uns ein wenig abgewandt auf der Bühne, sein geteiltes Gesicht erscheint als rot ausgeleuchteter Körperpartikel auf einem Videoschirm, elektronisches Abbild einer unsicheren Realität. Er spricht über das Wetter, über Müllprobleme und die Entenjagd. […] Die Telefongespräche, die Quizfragen, die Interviews – alles nur ein Fake. Frauke Havemann, die ihre interdisziplinären Projekte bisher im Theater am Halleschen Ufer präsentierte, interessiert sich für den Dialog zwischen virtueller und gelebter Realität. Mit Neal Wach und Eric Schefter zusammen schuf sie eine ästhetisch und schauspielerisch hochinteressante Installation, die die Wirklichkeit als disparat, nur partiell wahrnehmbar reflektiert.“  (Regine Bruckmann / taz Berlin)

„[…] Das Auge erfreut sich an der klaren, funktionalen Ästhetik. Nichts ist hier zu viel. […] Plötzlich ergeben all diese Figuren einen Sinn. Und zwar als Trugbilder eines wund geschossenen Hirns, als eine einzige, ihrer Integrität beraubte und in ein dezentrales Kommunikationsnetzwerk zerlegte Person.”  (Tom Mustroph / Neues Deutschland)

Performer: Neal Wach
Regie, Video- und Textmontage: Frauke Havemann
Video, Live-Schnitt: Eric Schefter

Ko-Produktion mit dem Theater am Halleschen Ufer, Berlin